Wirtschaftsführerinnen – eine Selfmade-Bewegung

WEgate team

Frauen in Führungspositionen können die Profitabilität „erheblich steigern“, so eine neue Studie unter 21 980 Börsenunternehmen in 91 Ländern. Ein guter Grund, das Unternehmertum der Frauen, der „Selfmade“-Wirtschaftsführerinnen Europas, zu fördern!

 

„Die Studie findet keine Belege dafür, dass der bloße Umstand, eine Frau als CEO zu haben, mit einer Profitabilitätssteigerung zusammenhängt. Doch es gibt einige Belege, dass die Mitarbeit von Frauen dabei helfen kann – und stichhaltige Belege dafür, dass Frauen auf C-Level (etwa als CEO, CFO und COO der Geschäftsleitung) mit einer höheren Profitabilität einhergehen“, so das Peterson Institute for International Economics, das den 35-seitigen Bericht zusammen mit der Unternehmensberatung EY verfasst hat.

 

Die Studie zeigt, dass weltweit in fast einem Drittel aller Unternehmen keine Frauen in Vorstands- oder C-Level-Positionen vertreten sind, 60 % der Unternehmen haben keine weiblichen Vorstandsmitglieder, 50 % keine Frauen als Spitzenkräfte und weniger als 5 % einen weiblichen CEO.

 

Doch laut der Studie ist die positive Korrelation zwischen Frauen in C-Level-Positionen und dem Reingewinn offenkundig. Der Bericht – „Ist Geschlechterdiversität profitabel?“ Belege aus einer globalen Studie deuten darauf hin, dass Organisationen mit einem Anteil von weiblichen Führungskräften von 30 % ihren Nettogewinn um bis zu 6 % steigern könnten.

 

Unternehmen und Regierungen konzentrieren sich verständlicherweise auf die Geschlechterdiversität und ermutigen mehr Frauen, Führungsrollen in Unternehmen einzunehmen und eine berufliche Laufbahn in Forschung, Wissenschaft und Technik einzuschlagen, doch was ist mit Selfmade-Wirtschaftsführerinnen?

 

Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen bis zu einem gewissen Grad den Wert der Bemühungen wie die von WEgate, Unternehmerinnen als „Selfmade“-Wirtschaftsführerinnen von morgen zu fördern.

 

„Die Ergebnisse unserer einzigartigen weltweiten Studie legen zumindest den positiven Einfluss der Geschlechterdiversität auf die Unternehmensleistung nahe und benennen die Sektoren und Länder, in denen am meisten Fortschritte bei der Diversität gemacht werden müssten“, bemerkt Adam Posen, der Präsident des Peterson Institute for International Economics.

 

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige „steuerbare nationale Eigenschaften“ stark mit einer höheren Geschlechterdiversität in der Geschäftsleitung korrelieren, darunter hohe relative Scorewerte unter Frauen im Vergleich zu Männern bei Matheprüfungen, eine hohe relative Konzentration in Studiengängen im Bereich Management und das Verhältnis des Einkommens von Frauen zum Einkommen von Männern. Diese könne man laut einer Aussage zur Studie als „Indikatoren für die institutionelle Offenheit eines Wirtschaftssystems für den Erfolg von Frauen und für die Unterstützung dieses Erfolgs“ deuten.