Weltflüchtlingstag: die wirtschaftliche Stärkung weiblicher Flüchtlinge unterstützen

20 Juni, 2017

Jedes Jahr am 20. Juni wird auf der ganzen Welt dem Mut und der Kraft von Flüchtlingen gedacht.

 

Doch die Hälfte der 19 Millionen Flüchtlinge weltweit sind Frauen mit speziellen (Schutz-)Bedürfnissen, die häufig übersehen werden.

 

Um Frauen wieder auf die Beine zu helfen, stellt die Flüchtlingskampagne der UN unternehmerische Kompetenzen bereit und stärkt die Führungskompetenz von Frauen.

 

In dieser Kampagne werden die Frauen vor Ort wirtschaftlich und gesellschaftlich rehabilitiert, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken.

 

Hawa, 23, war im achten Monat schwanger und sah sich plötzlich isoliert, als ihr Ehemann in der Zentralafrikanischen Republik im Kampf fiel.

 

In der Hoffnung auf einen Neubeginn für ihren Sohn ging sie nach Kamerun und wurde zum Flüchtling. Heute verkauft sie auf dem Marktplatz des Camps Maniokmehl, Trockenfisch und Nüsse und von UN Women hat sie gelernt, einen Geschäftsplan zu erstellen.

 

Ouseina Hamadou, 22, lebt im Flüchtlingscamp Ngam. Von UN Women hat sie gelernt, wie man einen Geschäftsplan ausarbeitet, und hat finanzielle Unterstützung erhalten, die sie in ein Restaurant investiert.

 

Auch Europäer hatten einige innovative Geschäftsideen, um Lösungen für weibliche Flüchtlinge zu schaffen. In Norwegen nahmen innovative Köpfe und Unternehmer an einem „Hackathon“ teil. Eine der Apps, die auf der Veranstaltung entwickelt wurden, ist die Digital Grab Bag, welche die Ausweisdaten von Flüchtlingen aufzeichnet, sodass sie leicht verifiziert werden können und ihre Anmeldedaten geschützt sind.

 

„Durchschnittlich leben Menschen 25 Jahre lang in Vertreibung“, erklärt Caroline Rusten, Leiterin der humanitären Abteilung bei UN Women. „Wir brauchen Lösungen für die unmittelbaren sowie für die langfristigen Herausforderungen, denen sich Frauen und Flüchtlinge gegenübersehen. Und wir müssen die Chancen ergreifen, die sich durch neue Technologie bieten, um effektivere Arbeitsweisen zu finden.“

 

Um zur Entschärfung dieser Flüchtlingskrise beizutragen, glaubt die UN deshalb, dass mehr Unternehmen und Firmen die Antwort sein könnten, um eine bessere Zukunft zu gestalten.