Veröffentlichung einer Studie über Frauen im digitalen Zeitalter

Eine neue Studie der Europäischen Kommission mit dem Titel „Frauen im digitalen Zeitalter“ hat ergeben, dass das weibliche Unternehmertum im digitalen Bereich langsam zunimmt. Das weibliche Unternehmertum selbst trägt wesentlich zum Wirtschaftswachstum bei und reduziert die Armut in Industrie- und Schwellenländern.

 

In den OECD-Ländern (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) liegt die Zahl der von Frauen geführten Unternehmen laut Abschnitt 3 bei rund 30 %. Außerdem wurde festgestellt, dass Unternehmerinnen 37 % der Gesamtzahl der Unternehmer in Europa ausmachen (laut der Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen, 2015).

 

Während fast die Hälfte aller Start-ups der digitalen Wirtschaft angehören, ergab die Studie, dass von den 2.515 Start-ups und 6.340 Gründern nur 14,8 % Frauen waren. Dabei hatte allerdings Litauen mit 39,5 % den höchsten Anteil an Unternehmerinnen unter den EU-28-Ländern.

 

Es wurde auch festgestellt, dass 6 Länder innerhalb der EU zu den Top 10 für Unternehmerinnen gehören: das Vereinigte Königreich, Dänemark, die Niederlande, Frankreich, Schweden und Finnland. Außerdem gehörten alle in der Studie berücksichtigten EU-Länder zu den Top 40 für weibliches Unternehmertum. Dies deutet darauf hin, dass die europäischen Länder über geeignete Bedingungen für eine höhere Zahl von Unternehmerinnen verfügen.

 

Was die unternehmerische Initiative im europäischen IKT-Sektor anbelangt, wurden einige Fortschritte im Hinblick auf die Beteiligung von Frauen erzielt – die Zahl lag bisher unter 20 %, liegt nun aber bei 23,4 %. Trotz dieses geringen Prozentsatzes zeigt die Studie, dass von Frauen geführte digitale Start-ups eher erfolgreich sind und Investitionen in von Frauen gegründete Start-ups 63 % eine bessere Rendite erzielen als in von Männern gegründete Start-ups.

 

Ein signifikanter Trend zeigt auch, dass Unternehmerinnen im IKT-Sektor tendenziell in größeren Unternehmen arbeiten als in den Vorjahren. So arbeiteten 2010 fast alle Unternehmerinnen in Kleinstunternehmen.

 

Insgesamt deutet Abschnitt 3 der Studie darauf hin, dass die Fortschritte im Bereich des weiblichen Unternehmertums im digitalen Bereich zwar langsam sind, die Beteiligten aber wahrscheinlich erfolgreich sein werden. Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen.