MEHR UNTERSTÜTZUNG ERFORDERLICH FÜR LANDWIRTINNEN IN LÄNDLICHEN GEBIETEN

03 April, 2019

Am 7. März veranstaltete die EU-Organisation der Landwirtinnen „Women’s Committee of Copa“ eine Konferenz, um den Beitrag von Frauen zur Landwirtschaft hervorzuheben.Die Konferenz „Strong rural women 4 strong rural Europe“ (starke Landfrauen für ein starkes ländliches Europa) befasste sich mit Möglichkeiten zur besseren Unterstützung von Frauen in ländlichen Gebieten.

 

Wie EURACTIV berichtet, wurde die Veranstaltung von Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MdEP) Maria Gabriela Zoană und Marijana Petir ausgerichtet.

 

„Wir sollten der Bildung mehr Aufmerksamkeit schenken, Frauen den Zugang zu landwirtschaftlichen Schulungen und lebenslangem Lernen erleichtern“, erklärte die Europaabgeordnete Zoană.

 

Während der Veranstaltung präsentierte Clara Serrano von Corteva, der Landwirtschaftsabteilung von DowDuPont, die Ergebnisse einer Umfrage zu 800 Frauen in der Landwirtschaft in 5 EU-Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich).

 

Ihre Ergebnisse:

  • 1 von 3 verdient weniger als Männer
  • 2 von 3 hatten geschlechtsspezifische Diskriminierung erfahren
  • 90 % sind stolz darauf, in der Landwirtschaft zu arbeiten
  • 38 % der geschlechtsspezifischen Diskriminierung war gleich oder schlimmer als vor 10 Jahren
  • 75 % sind der Meinung, dass es bis zur vollen Gleichstellung bis zu 30 Jahre dauern wird

 

 Außerdem sind in der EU 96 % der landwirtschaftlichen Betriebe Familienbetriebe, dennoch stellen Frauen nur 30 % der Betriebsmanager.

 

Mit Widerständen konfrontiert

 

Frauen sind bei der Initiierung von land-/forstwirtschaftlichen Aktivitäten mit speziellen Hürden konfrontiert.„Daher“, so Lotta Folkesson (Vorsitzende des Women’s Committee of Copa) in einem diesbezüglichen Artikel, „brauchen wir mehr Untersuchungen und europaweite Studien zu den Bedürfnissen von Frauen in ländlichen Gebieten, um gezieltere Strategien zu konzipieren.Strategien, die in nationale Programme im Zusammenhang mit Landwirtschaft und EU-Regionen integriert sind, sind unerlässlich, um Frauen im ländlichen Raum zu stärken.

 

Frauen in ländlichen Gegenden haben eventuell Schwierigkeiten mit dem Zugang zu Finanzmitteln, und das kann sie davon abhalten, ihr Potenzial zu entfalten.Um dies zu bekämpfen, sollten die Strategiepläne der gemeinsamen Agrarpolitik (common agricultural policy – CAP) künftig alle Aspekte der landwirtschaftlichen Tätigkeiten von Frauen mittels Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter berücksichtigen.Außerdem sollten Programme wie Erasmus+ und der Europäische Sozialfonds (ESF) sich Bildung, Beratungsleistungen und lebenslanges Lernen zum Ziel setzen, und zwar in einer Form, die an die Bedürfnisse der Frauen angepasst ist.Dies wird die Lücke in der unternehmerischen Tätigkeit von Frauen schließen und zur Schaffung innovativer landwirtschaftlicher Aktivitäten beitragen.

 

Frauen in ländlichen Gebieten und Landwirtinnen sind das Rückgrat der ländlichen Gemeinden.Sie bringen Familien und Unternehmen in ländlichen Gebieten Vielfalt, Stabilität und Kreativität.Die Förderung von Landwirtinnen erfordert Wirtschaftshilfe und die Überwindung von Hindernissen für die Gleichstellung der Geschlechter.