Diese junge Geschäftsführerin legt immer noch eine Schippe drauf

Marie Amigues
CEO of Altagram GmbH

 

Do not define yourself by gender. 

It is tough to create a company whether you’re a man or a woman.

 

 

Marie Amigues, Gründerin und Geschäftsführerin der Altagram GmbH

  • Das Unternehmen ist auf Videospiel-Lokalisierung, von der Geschäftsleitung über die Unternehmensentwicklung und die Geschäftstätigkeit bis hin zur Strategie, spezialisiert.
  • Amigues war zuvor Gründerin und Geschäftsführerin der ANAKAN GmbH

Ihr erstes Unternehmen in der Videospiel-Lokalisierungsbranche gründete Marie-Laurence Amigues vor zehn Jahren in Berlin. Mit ihrem Team und ihren Partnern arbeitet sie für viele bekannte Kunden wie Microsoft Studios, Ubisoft und Warner Bros. Heute ist sie Geschäftsführerin von Altagram. WEgate stellte ihre einige Fragen zu ihrer Karriere und ihrem Erfolg.

 

WEgate: Was können Sie uns zu Ihrem neuesten Unternehmen sagen?

 

Marie Amigues: Bei Altagram geht die Begeisterung für das Medium Videospiele Hand in Hand mit jahrelanger Erfahrung in der Videospiel-Lokalisierungsbranche.

 

Wir bieten das komplette Spektrum an Lokalisierungsleistungen für Softwareprodukte aller Gaming-Plattformen und -Genres in über 35 Sprachen. Egal, ob nur ein paar Zeilen übersetzt werden sollen oder eine umfangreiche Vertonung durchzuführen ist – jedes Projekt verdient unseren vollen Einsatz und wird in allen Lokalisierungsschritten von erfahrenen Spezialisten verwirklicht.

 

Das Unternehmen besteht jetzt seit mehr als zwei Jahren und beschäftigt intern mehr als 20 Mitarbeiter in Vollzeit. Außerdem verfügen wir über ein umfassendes Netzwerk aus freiberuflichen Übersetzern (600) und Audiopartnern auf der ganzen Welt.

 

Was oder wer hat Sie dazu inspiriert, ein eigenes Unternehmen zu gründen, und wie wurden Sie unterstützt? 

 

Ich wollte schon immer mein eigener Chef sein und in Berlin wohnen. Indem ich mein erstes Unternehmen in Berlin gründete, konnte ich beide Träume perfekt miteinander verbinden.

 

Enorme Unterstützung erhielt ich von „Berlin Partner“, einer staatlichen Agentur, die neuen und bereits bestehenden Unternehmen auf ganz unterschiedliche Weise hilft.

 

Das Unternehmertum gilt häufig immer noch als Männerdomäne – was würden Sie jungen Frauen raten, die Unternehmerinnen werden möchten?

 

Ich finde, wir sollten uns nicht über das Geschlecht definieren. Wir sind Unternehmer. Ein Unternehmen zu gründen ist hart, für Männer genauso wie für Frauen.

 

Ich persönlich löse das (nachdem ich zwei Unternehmen gegründet habe) dadurch, dass ich meine Ziele nicht aus den Augen verliere und mich stets auf sie besinne. Außerdem mache ich mindestens zweimal in der Woche Sport. Das inspiriert mich, wenn große Schwierigkeiten auftreten oder ich anfange, an mir selbst und an meinen Ideen zu zweifeln. Ich sammle meine Kräfte und lege noch eine Schippe drauf. Und schließlich netzwerke ich mit möglichst interessanten Menschen – ungeachtet dessen, ob sie direkt mit meiner Geschäftstätigkeit zu tun haben oder nicht – und ich bleibe immer in Kontakt mit meinen Freunden und meiner Familie.

 

Inspiration oder Antworten auf schwierige Fragestellungen kommt bzw. kommen nicht immer von Kollegen. Verschiedene Denkansätze helfen mir manchmal dabei, ein Problem anders anzugehen und eine Lösung zu finden.

 

Welcher Teil Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

 

Einfach alles! Von der Personalbeschaffung über die Geschäftsführung, Geschäftsentwicklung und Strategie bis hin zu Partys mit meinen Kollegen. Ich liebe dieses Leben!

 

Favourite quote/motto?

 

„Seien Sie neugierig und hören Sie zu... auch Ihren Kritikern!“