Aida Nika hat viele Herausforderungen bewältigt, um ihr Marketing-Unternehmen aufzubauen

Aida Nika
Gründerin und Geschäftsführerin von A.I.D.A

Ich würde es nicht bereuen, wenn ich scheitere, aber ich würde bereuen, es nicht versucht zu haben.

 

Aida Nika, Gründerin und Geschäftsführerin von A.I.D.A

  • A.I.D.A. Marketing & Business Development bietet hochwertige Outsourcing-Dienstleistungen im Bereich Marketing in Griechenland, Bulgarien und Albanien an
  • Präsidentin der gemeinnützigen Organisation Business Mentality, die Unternehmertum und Innovation fördert
  • Generalsekretärin von SEGE, dem griechischen Unternehmerinnenverband

2009 gründete Aida Nika A.I.D.A., eine Marketingagentur, die Unternehmer und Unternehmerinnen bei der Weiterentwicklung ihrer Firma zu einem führenden Unternehmen unterstützt. A.I.D.A. bietet Dienstleistungen in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel virtuelles Marketing, Suchmaschinenoptimierung (SEO), soziale Medien, Online-PR und Eventmanagement. Als Präsidentin der Nichtregierungsorganisation Business Mentality und Generalsekretärin von SEGE, dem griechischen Unternehmerinnenverband, hat sich Aida Nika außerdem der Unterstützung anderer Unternehmerinnen verpflichtet. WEgate stellte ihr einige Fragen über ihre Inspirationsquellen und Herausforderungen und fragte sie, welche Ratschläge sie für aufstrebende Geschäftsfrauen hat.

 

WEgate: Was können Sie uns über Ihr Unternehmen erzählen?

 

Aida Nika: A.I.D.A Marketing and Business Development bietet ein breites Spektrum an Mehrwertdienstleistungen, die auf vorhandene und künftige Kundenbedürfnisse abgestimmt sind. Durch unsere Fachkompetenz und unsere kreative und innovative Herangehensweise, bei der wir traditionelle und webbasierte Kommunikations- und Entwicklungstools miteinander kombinieren, helfen wir unseren Kunden bei ihrem Branding, der Maximierung ihres Marktanteils und der Erschließung neuer Märkte. A.I.D.A bietet außerdem Unterstützung bei der Entwicklung von B2C- und B2B-Beziehungen und analysiert und verbessert die operative Leistung von Unternehmen, Institutionen und Fachkräften.

 

Das Unternehmen beschäftigt rund 15 interne und zahlreiche externe Mitarbeiter. Wir sind an Standorten in Griechenland, Bulgarien und Albanien vertreten und wir möchten im Südosten weiter wachsen.

 

Was oder wer hat Sie dazu inspiriert, ein eigenes Unternehmen zu gründen?  

 

Mich hat ein Artikel von Professorin Gail J. McGovern inspiriert, der 2005 von der Universität Harvard veröffentlicht wurde. Darin zeigte sie auf, wie ein Unternehmen von der Auslagerung seiner Marketingaktivitäten profitieren könnte. Sie argumentierte, dass die Marketingagentur dem Unternehmen auf diese Weise eine bessere Qualität und Kostensenkungen einbringen könnte.

 

Außerdem beginnen Ideen für Start-ups häufig mit einem Problem, das gelöst werden muss. Als ich mir der großen Marktlücke im Bereich Unternehmertum bewusst wurde, beschloss ich, meine Ideen in die Tat umzusetzen, und gründete mein eigenes Unternehmen. A.I.D.A. Marketing & Business Development ist ein Unternehmen für Marketing- und Fachdienstleistungen, dessen Ziel darin besteht, Unternehmer bei der Weiterentwicklung ihrer Firma zu einem führenden Unternehmen zu unterstützen.

 

Welche Herausforderungen sind Ihnen begegnet, als Sie sich zur Gründung Ihres Unternehmens entschlossen? Erhielten Sie irgendeine Form von Unterstützung durch Organisationen?

 

Dass ich mein Unternehmen während der Krise in Griechenland ins Leben gerufen habe, war eine Herausforderung, aber ich muss zugeben: Solche Situationen spornen uns an, besser, stärker und klüger zu werden. Bei Schwierigkeiten geht der menschliche Geist in den „Kreativmodus“. Dabei geht es nicht einfach um Problemlösungen oder übermäßigen Optimismus, sondern „totale Kreativität“ auf der Grundlage notwendiger radikaler Verbesserungen und Entwicklungen. Strategische und kreative Spitzenleistungen, vor allem im Bereich Werbung und Wachstum, sind genau das, was die Geschäftswelt heutzutage braucht. Leider erhielt ich bei meinen ersten Schritten ins Unternehmertum nicht die erhoffte Unterstützung von anderen Organisationen oder Unternehmen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich jetzt durch Aktivitäten, die wir mit der griechischen Nichtregierungsorganisation Business Mentality organisieren, anderen Unternehmerinnen zu helfen versuche. 

 

Das Unternehmertum gilt häufig immer noch als Männerdomäne. Was würden Sie jungen Frauen raten, die Unternehmerin werden möchten?

 

Traditionell hatten in der Geschäftswelt immer die Männer das Ruder in der Hand und waren sichtbare Beispiele dafür, was es bedeutet, eine Führungsposition innezuhaben. Doch in den letzten Jahren haben Unternehmerinnen beachtliche Fortschritte gemacht. Das weibliche Unternehmertum nimmt zu und Unternehmerinnen leiten auf der ganzen Welt Start-up-Unternehmen. Mir ist auch aufgefallen, dass einige der neuen Regierungsvorschriften, die im Laufe der letzten Jahre erlassen wurden, dazu führen, dass es immer schwieriger wird, ein Unternehmen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wird das Unternehmertum immer attraktiver für Frauen, was wiederum den Wettbewerb anfacht.

 

Mein Rat an junge Frauen, die Unternehmerinnen werden möchten: Gehen Sie das Risiko ein. Wir werden nie das Ergebnis unserer Bemühungen erfahren, wenn wir uns nicht tatsächlich auf etwas einlassen. Ich persönlich würde es nicht bereuen, wenn ich scheitere, aber ich würde bereuen, es nicht versucht zu haben. Die Welt ist voller großartiger Ideen, aber Erfolg kann man nur erzielen, indem man handelt. Man sollte sich auf einige Herausforderungen auf dem Weg zum Erfolg gefasst machen. Ich würde auch sagen, dass man vor allem kreativ sein und Selbstvertrauen haben muss, um als Unternehmer bzw. Unternehmerin erfolgreich zu sein.

 

Welcher Teil Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

 

Das ist eine schwierige Frage, denn mir machen viele Aspekte meiner Arbeit Spaß. Die Arbeitszeit ist meine liebste Tageszeit, weil ich da kreativ sein kann. Ich Iiebe alles an meinem Job. Wenn ich mich aber nur für einen Aspekt entscheiden müsste, wäre das wahrscheinlich, dass ich Frauen direkt auf eine entscheidende Weise unterstützen darf. Mein Beitrag ist wesentlich, damit sie zentrale finanzielle Entscheidungen treffen können, die sich letzten Endes auf den Gesamterfolg ihres Unternehmens auswirken. Mir gefallen die Herausforderung und die Verantwortung.

 

Mir sind auch die Menschen wichtig, mit denen ich zusammenarbeite. Es ist toll, mit Menschen zu arbeiten, denen das Unternehmen etwas bedeutet und die gute Arbeit leisten möchten. So ein Umfeld findet man heute kaum noch, weil so vielen Menschen Ehrlichkeit, harte Arbeit und Integrität einfach egal sind.

 

Bei Business Mentality wiederum ist die Arbeit so bereichernd und frustrierend, wie man sie sich vorstellen kann. Ich finde es großartig, dass ich stolz auf mein Arbeit sein kann, weil ich Menschen um Unterstützung für Projekte und Veranstaltungen bitte, die ich für wichtig halte.

 

Ich glaube an das Unternehmertum, weil es wie eine wunderschöne Reise ist. Jeder hat ein eigenes Reiseziel – das Unternehmertum ist meines.

 

Lieblingszitat/Motto?

 

Mein Lieblingszitat lautet: „Mal gewinnst du, mal lernst du etwas“. Es ist der Titel eines Buches von John Maxwell. Es stimmt schon: Im Leben lernen wir am meisten aus unseren Niederlagen. Jeder scheitert hin und wieder, aber nicht jeder lernt etwas daraus. Man braucht Disziplin, um das Richtige zu tun, wenn alles schief läuft. Außerdem steckt in dem Zitat der Hinweis, dass nicht die Erfahrung der beste Lehrmeister ist, sondern Erfahrungen, aus denen man Schlüsse gezogen hat.