„Be inspired every day”: Luxemburgische Architektin lebt ihren Traum und entwirft Gebäude von Russland bis in den Senegal

Tatiana Fabeck

Die luxemburgische Architektin Tatiana Fabeck hat ihr gleichnamiges Unternehmen, Fabeck Architectes, in den letzten zwei Jahrzehnten aufgebaut. Sie erklärt: „Ich muss sagen, dass ich viel und hart arbeite, aber es ist meine Leidenschaft." Fabeck Architectes setzen städtebauliche Entwürfe um, dazu gehören große öffentliche Institutionen wie Universitäten bis zu Privatgebäuden.

 

 

Tatiana durchlief in Paris und Amerika ihre Ausbildung zur Architektin und arbeitete danach drei Jahre für den Schweizer Architekten Cuno Brullmann et Associés. Schließlich entschied sie sich, nach Luxemburg zurückzuziehen und selbständig unter dem Namen Tatiana Fabeck Architecte zu arbeiten. Sie gründete die Firma vor 18 Jahren.

 

Die Firma ist kontinuierlich gewachsen. 2012 gründete sie Fabeck Architectes SARL, mit drei Architekten als Partner – heute hat sie 26 Angestellte. Bei Fabeck Architectes sticht der familiäre Aspekt hervor – Tatianas Vater hat sie in all ihren Bemühungen unterstützt und gibt gute Ratschläge.

 

„Man muss mit unterschiedlichen Menschen und Familienmitgliedern reden, damit sie mit einem überlegen, was die besten Herangehensweisen sind,” erklärt sie.

 

Fabeck Architectes sind in allen Bereichen der Architektur vertreten. Derzeit arbeiten sie an einem Einkaufszentrum. Davor gewannen Sie einen Preis in Moskau, für den Bau von exklusiven Villen. Außerdem wirkten Sie am Bau von 245 Apartments in Dakar, Senegal. Tatiana liebt das, denn sie muss sich mit den Menschen und ihrer Kultur befassen, um fundierte architektonische Entscheidungen zu treffen. Ihre Leidenschaft sind jedoch Renovierungen von Gebäuden wie Schlösser, alte Häuser und Industriegelände.

 

„Architekten stehen vor vielen Veränderungen – es gibt viele soziale Veränderungen, bauliche Veränderungen und ein viel größeres Bewusstsein für ökologische Probleme. Jeden Tag muss man Augen und Ohren offen halten. Ich sage immer, man muss sehr neugierig sein und hoffen, dass alles mehr oder weniger gutgeht.”

 

Tatiana erklärt, sie habe sich viele Gedanken darum gemacht, wie sie ihr Privatleben mit dem Beruf vereinbaren kann. Aber glücklicherweise liegt ihr Büro ganz in der Nähe ihres Hauses. Sie sagt, die „Nähe ist großartig,” um ihre Kinder aufzuziehen und Zeit mit ihnen zu verbringen, denn sie bemerkt, dass hier ein Problem für einige Leute besteht. Sie räumt auch ein, dass sie möglicherweise kritisiert worden wäre, wenn sie keine Kinder bekommen hätte, da Frauen als zu karriereorientiert gelten könnten. „Egal, wie man es als Frau macht, es gibt immer Gründe für Kritik,” meint sie.

 

Um dem entgegenzuwirken meint sie, dass Frauen mehr in Berufen wie der Architektur repräsentiert sein und mehr an sich glauben müssten. Und wenn sie sich dafür interessierten, sollten sie sich für Studiengänge wie Architektur, Ingenieurswesen oder Mathematik einschreiben.

 

„In Meetings fällt es wirklich auf, dass Frauen unterrepräsentiert sind. Es gibt viele Frauen in den Büros, aber ganz oben stehen wenige, und ich muss sagen, dass Frauen sehr gut sind und ein guten Riecher haben. Vielleicht braucht es noch etwas Zeit. Immer mehr Frauen studieren Architektur, aber es ist immer noch ein weiter Weg.”

 

Laut Tatiana sollte jeder in seiner Karriere eine Vision haben, nicht einfach eine egoistische Vision einer Karriere, sondern auch eine, bei der man Empathie für die Kunden und das Team haben kann Jeder sollte seinen Beitrag leisten, ob Dinge nun einfach laufen oder es hart ist. Positiv zu bleiben ist in jedem Job wichtig.

 

Ihr Rat für angehende Unternehmerinnen? „Sei jeden Tag inspiriert. Halte Augen und Ohren offen. Sei nicht zu lässig ... Ich würde sagen, selbst wenn es Probleme gibt, sollte man nicht aufgeben, sondern Ausdauer zeigen. Man muss durchhalten und etwas Humor beweisen – und die Dinge nicht zu ernst nehmen.”